Vorschau


Früher war mehr Lametta

Vom Weihnachtsklassiker zum Auslaufmodell?

 

November 2022 - Januar 2023
Lametta, dessen Glanz und Glitzer einst eine revolutionierende Rolle rund um die Ausgestaltung des familiären Weihnachtsfestes spielte, hat Presseberichten zufolge im 21. Jahrhundert „ausgedient“. In bunte Tütchen zurücksortiert, übersommern vielleicht noch einige Silberfäden in einer alten Schuhschachtel in Omas Weihnachtskiste. Geblieben sind neben traditionellen Familienfotos unter dem glitzernden Weihnachtsbaum vor allem schöne Kindheitserinnerungen.

Lametta am Weihnachtsbaum ist eine traditionsbelegte „Geschmacksache“, bei der Begeisterung und strikte Ablehnung dicht beieinander liegen.
Die begriffliche Reduzierung auf schmale, dünn geschnittene, silberne Metallstreifen, die alljährlich einen grünen Tannenbaum in einen kitschigen, glitzernden Weihnachtsbaum verwandeln, wird jedoch rückblickend seiner kulturellen, industriellen und sozial bedeutungsvollen Entwicklungsgeschichte nicht gerecht.
Die Ausstellung möchte die Besucher*innen mitnehmen auf Spurensuche zurück in die Zeit, in der Lametta weltweit der Inbegriff für Christbaumschmuck war.  Die Exponate in den Vitrinen überraschen in ihrer Vielfalt. Neben dem weihnachtlichen Aspekt zeigt die Ausstellung  auch einige Objekte der leonischen Industrie mit funktioneller Bedeutung für die Militärausrüstung in Friedens- wie in Kriegszeiten. 

Eine Ausstellung aus der "Sammlung Weihnachten - Rita Breuer".


Zuckersüß

Eine Kinder-Mitmach-Ausstellung Von Zuckern und anderen Naschereien.

01. Februar bis 31. Mai 2023

Zucker schmeckt süß und generiert bei uns allen ein Wohlgefühl!
Diese Reaktion auf süß schmeckende Nahrungsmittel war für unsere Vorfahren ein sehr wichtiger Anreiz zur Energieaufnahme über das Hungergefühl hinaus. Die Risiken des Zuckerkonsums aber werden heutzutage zunehmend zum Problem: Eine übermäßig zuckerhaltige Ernährung geht mit Übergewicht einher, was zu Folgeerkrankungen führen kann. Doch wie wird Zucker im Körper aufgenommen und wozu brauchen wir ihn eigentlich? Auf spielerische Art und Weise werden die Besucher und Besucherinnen mit Mitmachstationen über versteckte Zucker in Lebensmitteln, die Biochemie und die Auswirkungen der Zucker auf den Körper aufgeklärt.
Die Ausstellung verzichtet bewusst auf den sogenannten „erhobenen Zeigefinger“. Vielmehr geht es darum, ganzheitlich und mit Begeisterung über das Thema Zucker zu informieren und ein Bewusstsein für unsere Verhaltensmuster, die gesundheitlichen Auswirkungen und den Konsum von Zucker zu schaffen. Dies schließt auch die menschliche Entwicklungsgeschichte, unsere Ernährung heute, die Herstellung von Zucker, Politik und Kulturgeschichte mit ein.

Zucker ist also: Biochemie, Medizin, Politik und Kulturgeschichte und damit ein wirklich sehr spannendes Forschungsobjekt! Die Ausstellung richtet sich an Kinder, Jugendliche und Familien.

Eine Ausstellung der Kinder-Akademie Fulda.


Abgefahren

Cartoons zur Mobilität

Juni – September 2023

Von A wie Auto bis Z wie Zeppelin – dazwischen und inzwischen gibt es viele Möglichkeiten sich fortzubewegen.
Und es werden – auch und vor allem angesichts des Klimawandels – immer mehr.

Quo vadis, Mobilität?

Ist der E-Scooter wirklich die größte Gefahr des 21. Jahrhunderts? Fahren Autos demnächst ohne uns in den Urlaub? Hilft ein »Traumschiff«-Ausstrahlungsverbot den Klimawandel zu stoppen? Wie groß ist der CO2-Abdruck einer Himmelfahrt? Ist die gemeine Parklücke vom Aussterben bedroht? Gilt Atomstrom bei E-Bikes als Doping? Gibt es in Flugzeugen bald eine Nichtschämer-Klasse? Inwieweit hat uns die Corona-Pandemie ausgebremst? Und wo führt das alles überhaupt hin?
Diese Ausstellung beantwortet die Fragen, die uns alle bewegen und bringt Licht ans Ende des Tunnels der Orientierungslosigkeit.

Eine Ausstellung der Caricatura – Galerie für Komische Kunst Kassel.


Von wegen heilige Nacht

Weihnachten in der politischen Propaganda

November 2023 - Januar 2024

Die Ausstellung „Von wegen Heilige Nacht“ dokumentiert den Missbrauch des Weihnachtsfestes für die politische Propaganda. Sie spannt dabei einen Bogen über 100 Jahre deutscher Geschichte, vom Kaiserreich und 1. Weltkrieg über die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg, die 1968er-Bewegung und den Kalten Krieg im geteilten Deutschland bis hin zur unmittelbaren Gegenwart. Die gefühlvolle „Weihnachtsstimmung“ in der bürgerlichen Gesellschaft machte das liebste Fest der Deutschen immer wieder zum Einfallstor für vielfältige Manipulationen.

Die Sammlerin Rita Breuer, selbst ein Kind der Kriegs- und Nachkriegszeit, hat dazu in über 30 Jahren eine wohl einmalige Dokumentation zusammengetragen und zu einer ungewöhnlichen Ausstellung aufbereitet.

Die Zeit des Nationalsozialismus bildet dabei nicht ohne Grund einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung – denn die von den Christen gefeierte Menschwerdung Gottes, ausgerechnet in der Gestalt eines jüdischen Kindes, war schlichtweg unvereinbar mit der Rassenideologie der Nationalsozialisten. Stattdessen versuchten die NS-Ideologen, das christliche Fest zu einer völkisch-germanischen „Deutschen Weihnacht“ umzufunktionieren.

Wie dies im Einzelnen gedacht war, wird in der Ausstellung anhand zahlreicher authentischer Exponate deutlich. „Am Beispiel Weihnachten über Verführbarkeit und Propaganda aufklären“ – wie wichtig und erschreckend aktuell dieses Anliegen ist, zeigen schließlich auch Fälle aus jüngster Zeit, in denen Vertreter der so genannten Neuen Rechten die Weihnachtsideologie der Nationalsozialisten wieder aufgreifen und für ihre Zwecke verwenden.

Die Ausstellung aus der " Sammlung Weihnachten - Rita Breuer" kommt zum zweiten Mal ins Dreieich-Museum.