Geschichts- und Heimatverein e.V. Dreieichenhain

Dreieich-Museum

Die Entstehungsgeschichte des Dreieich-Museums

1865 ist in einer Pressenotiz des Langener Wochenblatts zu lesen, dass sich in Dreieichenhain ein Verein gründen möchte, der sich zum Ziel setzt,  „historische Gegenstände“ zu sammeln.  Was aus dieser Idee geworden ist, ist unklar.
Doch knappe 20 Jahre später,1881, gründete sich der „Geschichtsverein für die Landschaft Dreieich“.
1909 wurde der Verein in „Geschichts- und Verkehrsverein“ umbenannt und nahm die Idee eines eigenen Museums wieder auf. Mit Flugblättern wurde die Bevölkerung aufgerufen, alte Gegenstände zu sammeln und dem Verein zu spenden. Noch im selben Jahr wurden genügend Ausstellungsstücke zusammen getragen und in drei Räumen in der Fahrgasse 49 ausgestellt. Das war der Beginn des Dreieich-Museum. 1910 wurde es offiziell eröffnet.  

Das Museum war, neben der großherzoglichen Sammlung in Darmstadt und der bürgerlichen Sammlung in Frankfurt, das einzige Museum in der Gegend und es erfreute sich recht schnell großer Beliebtheit. Bedingt durch immer mehr Schenkungen musste eine neue Bleibe gesucht werden.  1911 zog die Sammlung in das alte Schulhaus in die Fahrgasse um. 

In den 1920er Jahren fanden unter Karl Nahrgang auf der Burg Hayn intensive Ausgrabungen statt. Aus dem ehemaligen Heimatmuseum wurde 1930 ein Regionalmuseum, dem man den Namen Dreieich-Museum gab. Der Sammlungsschwerpunkt lag auf der Landschaft Dreieich mit seinen Gemeinden Buchschlag,  Dreieichenhain, Egelsbach, Götzenhain, Langen, Neu-Isenburg, Offenthal und Sprendlingen. Karl Nahrgang, der sich von Dreieichenhain nicht mehr trennen konnte, lies das Museum im alten Schulhaus umgestalten. Wiedereröffnet wurde es 1931.

Nach dem Zweiten Weltkrieg öffnete das Dreieich-Museum erst wieder 1949. Jedoch bestand immer noch ein gravierendes Platzproblem und so entschied man sich, ein neues Museumsgebäude im Burggarten zu errichten.  Am 25. Juni 1952 wurde der Grundstein dafür gelegt. 1956 fand eine Teilöffnung des Museums statt.

Der Geschichts- und Verkehrsverein konnte den weiteren Ausbau des Museums allein finanziell nicht mehr stemmen. Der Kreis Offenbach kam dem Verein zu Hilfe und finanzierte die ausstehende Summe. 1959 wurde der Kreis Offenbauch auch Träger des Museums. 52 Jahre später, im Jahr 2011, gab der Kreis Offenbach die Trägerschaft wieder an den Geschichts- und Heimatverein zurück.

Seit diesem Zeitpunkt wird das Dreieich-Museum fast ausschließlich mit ehrenamtlichen Kräften betrieben. Der Kreis Offenbach unterstützt weiterhin finanziell das Museum.

Von 2012 bis 2017 wurde das Museum umfrangreich saniert und umgebaut. Das neue Nutzungskonzept sieht zukünfitig vor, dass im Erdgeschoss Wechselausstellungen für Kinder und Erwachsene zu sehen sind. Im Obergeschoss wurde 2017, zum Internationalen Museumstag, die neue, äußerst moderne Dauerausstellung eröffnet. 

 

 

 

 

 

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