Geschichts- und Heimatverein e.V. Dreieichenhain

Dreieich-Museum

Der Rosengarten und Rosenhag

Seit den 1980er-Jahren gibt es bei den Rosenzüchtern aller Länder eine wahre Renaissance sog. Alter Rosensorten. Dabei stehen die Nachzüchtungen ihren neugezüchteten Verwandten, was Farben, Formen und Duft angeht, in nichts nach. Da sie leider nur einmal im Jahr blühen, wurden sie sorgfältig ausgewählt und zu gut harmonisierenden Rosensorten des 20. Jahrhunderts, mit sehr viel längeren und häufigeren Blühperioden, gruppiert. Insgesamt finden sich über 160 Sorten alter und moderner Rosensorten innerhalb der Burgmauern.

An wenigen Stellen im Mauerwerk der Hayner Burg blüht jährlich schon im Mai eine eher unauffällige weiße, ungefüllte Wildrose (rosa corymbifera). Sie ähnelt der bekannteren Hunds- oder Heckenrose stark, ist jedoch sehr viel seltener. Ein besonders altes und kostbares Exemplar wächst noch vor der Turmburg am Tordurchgang auf der Bühne.

Die Verbindung zwischen der Giebelmauer des Palas und der Hecke am Jägerzaun bildet der Rosenhag. Dieser wurde vom Vorbild berühmter spätmittelalterlicher Szenen (wie z. B. Madonna im Rosenhag von Stefan Lochner) inspiriert: der Rosenbogen, die Spaliere an den drei Mauerwänden, geschmückt mit Kletterrosen, der Steintisch mit der dreiseitigen Bank.

Für die Bewohner der Burg bot ein Rosenhag jedoch nicht nur den religös-symbolischen Zusammenhang, sondern er diente wohl auch als romantischer Rückzugsort.

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